Vom 08. bis 10. April 2026 fand das Modul „Tunneltraining Straße am Erzberg“ statt, bei dem die fachliche und praktische Kompetenz im Bereich der Brandbekämpfung unter Tunnelbedingungen gezielt erweitert wurde. An diesem Ausbildungsmodul nahm auch LM Harald Bauer von der Feuerwehr Mixnitz erfolgreich teil.
Lernziele
Ziel des Trainings war die Vertiefung und Erweiterung bereits vorhandener Kenntnisse und Fertigkeiten im Tunneleinsatz. Im Mittelpunkt standen dabei die besonderen taktischen Anforderungen, wie etwa das Arbeiten auf der An- und Abströmseite sowie die eingeschränkten Kommunikationsbedingungen.
Darüber hinaus wurden die praktischen Fähigkeiten in der Tunnelbrandbekämpfung intensiv geschult. Dies umfasste unter anderem die Strukturkühlung, verschiedene Suchmethoden sowie die fundierte Gefahrenbeurteilung. Die Teilnehmer lernten, daraus unmittelbar geeignete taktische und technische Maßnahmen abzuleiten und diese klar zu kommunizieren, beispielsweise durch strukturierte Lagemeldungen.
Ein weiteres wesentliches Lernziel war der Aufbau von Handlungssicherheit. Die Teilnehmer wurden befähigt, eigenverantwortlich eine effiziente, sichere und zielgerichtete Brandbekämpfung durchzuführen. Dabei sollten sie die Wirkung ihrer Maßnahmen laufend beurteilen, bei Bedarf anpassen und die Lageentwicklung entsprechend kommunizieren.
Zusätzlich wurde die Kompetenz geschärft, spezifische Gefahren im Tunneleinsatz frühzeitig zu erkennen und eigenständig angemessen darauf zu reagieren.
Inhalte
Die Ausbildungsinhalte umfassten alle wesentlichen Maßnahmen im Tunneleinsatz – von der Erkundung über das Löschen bis hin zum Suchen und Retten. Dabei wurde besonderer Wert auf die detaillierte Durchführung unter realistischen Bedingungen gelegt.
Ein Schwerpunkt lag auf dem Verständnis von Rauchleistung und Rauchverhalten sowie den Temperaturzonen bei Tunnelbränden. Dieses Wissen ist entscheidend für die richtige taktische Vorgehensweise und die Sicherheit der Einsatzkräfte.
Ebenso wurden verschiedene Tunnellüftungsarten behandelt und deren Einfluss auf den Einsatzverlauf analysiert. Die Teilnehmer konnten nachvollziehen, wie sich Luftströmungen auf die Brandausbreitung und die Einsatzmöglichkeiten auswirken.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil war die Auseinandersetzung mit den spezifischen Gefahrenpotenzialen im Tunneleinsatz. Aufbauend darauf wurden geeignete Maßnahmen zur Risikominimierung erarbeitet und praktisch umgesetzt.
Abgerundet wurde das Modul durch intensives Praxistraining, in dem die erlernten Inhalte unter einsatznahen Bedingungen angewendet und gefestigt werden konnten.




















