𝘈𝘭𝘢𝘳𝘮𝘪𝘦𝘳𝘶𝘯𝘨:
PKW von der Fahrbahn abgekommen und in den Straßengraben gestürzt. Eine verletzte Person befindet sich im Fahrzeug und ist eingeklemmt.
𝘌𝘪𝘯𝘴𝘢𝘵𝘻𝘷𝘦𝘳𝘭𝘢𝘶𝘧:
Die verletzte Person setzte den Notruf selbst ab und hatte noch kurz Kontakt mit der Notrufzentrale. Die übermittelten Ortsangaben sowie die Beschreibung des Unfallfahrzeuges waren ungenau und teilweise widersprüchlich, wodurch sich die Lokalisierung der Einsatzstelle erschwerte.
Zusätzlich ereignete sich im selben Einsatzgebiet ein weiterer Verkehrsunfall mit einer verletzten Person. Dies führte – wie von der Übungsleitung bewusst vorgesehen – zunächst zu einer Fehleinschätzung der Lage, da die zuerst eintreffenden Einsatzkräfte auf diesen Folgeunfall trafen. Die erste Aufgabe bestand daher darin, zu erkennen, dass es sich nicht um den ursprünglich alarmierten Einsatz, sondern um einen weiteren Verkehrsunfall handelte. Begünstigt wurde diese Fehleinschätzung dadurch, dass die Beschreibung des Unfallfahrzeuges sowie die übermittelten Ortsangaben nicht mit der vorgefundenen Lage übereinstimmten.
Der Einsatzleiter entschied daraufhin, die eingesetzten Kräfte aufzuteilen. Der LKW Mixnitz verblieb an der ersten Unfallstelle, übernahm die Betreuung der verletzten Person sowie die Sicherung der Einsatzstelle. Das RLF-Tunnel setzte die Suche nach der ursprünglich alarmierten Einsatzstelle fort und konnte nach weiterer Erkundung den von der Fahrbahn abgekommenen PKW im Straßengraben auffinden.
Zeitgleich wurden aufgrund der vorgefundenen Lage weitere Rettungskräfte sowie eine zusätzliche Feuerwehr nachalarmiert. Nach deren Eintreffen wurde der LKW Mixnitz ebenfalls zur zweiten Einsatzstelle nachgezogen.
Bei der Ersterkundung wurde festgestellt, dass sich eine ansprechbare, unbestimmten Grades verletzte Person im Fahrzeug befand. Nach der Sicherung und Stabilisierung des PKW konnte ein Innenretter zum Patienten vordringen und die medizinische Erstversorgung durchführen.
In Abstimmung mit dem Innenretter wurde eine patientenschonende Rettung über die Heckklappe durchgeführt. Hierfür wurde mithilfe eines hydraulischen Rettungsgerätes die erforderliche Rettungsöffnung geschaffen. Anschließend wurde die verletzte Person mittels Spineboard aus dem Fahrzeug gerettet und dem Rettungsdienst zur weiteren Versorgung übergeben.
Nach Abschluss der Personenrettung wurde der PKW mithilfe der Seilwinde aus dem Straßengraben geborgen. Nach Beendigung aller Maßnahmen konnte der Einsatz erfolgreich abgeschlossen werden.








