11.09.2026 Übung – Forstunfall im unwegsamem Gelände

Am Freitag, dem 11. September 2026, führte die Freiwillige Feuerwehr Mixnitz um 18:00 Uhr eine anspruchsvolle Übung durch. Als Übungsannahme galt ein Forstunfall mit einer unter einem schweren Baumstamm eingeklemmten Person. Der Einsatzort befand sich im Bereich Burgstall nahe der Bräuner Wand und war nur schwer erreichbar.

Nach der Alarmierung rückten das HLF und das RLFA-Tunnel umgehend zum Übungsort aus. Die im Alarmfax angegebene Zufahrt über die Kasierhütte sowie eine weitere Zufahrtsmöglichkeit über das Anwesen der Familie Bodlos waren nicht befahrbar. Daher musste eine dritte Route über einen schmalen und anspruchsvollen Spezialweg gewählt werden. Das schwierige Gelände forderte dabei auch das Können der Fahrzeuglenker.

Das vorausfahrende HLF wurde wenig später von einem quer über die Straße liegenden Baum gestoppt. Da am Unfallort bereits eine sehr besorgte Person auf die Einsatzkräfte wartete und keine wertvolle Zeit verloren werden durfte, machte sich der Gruppenkommandant des HLF, der zunächst die Einsatzleitung übernommen hatte, gemeinsam mit einem Feuerwehrsanitäter und zwei weiteren Kameraden zu Fuß auf den Weg. Als erste Sicherungsmittel wurden Ratschengurte mitgenommen. Die Beseitigung des umgestürzten Baumes übernahm währenddessen die Besatzung des nachkommenden RLFA-Tunnels.

Am Unfallort verschaffte sich der Gruppenkommandant umgehend einen Überblick über die Lage. Eine Person war unter einem schweren Baumstamm eingeklemmt. Der Verunfallte war ansprechbar, litt jedoch unter starken Angstzuständen und wollte nicht allein gelassen werden. Der Feuerwehrsanitäter übernahm sofort die Erstversorgung, beruhigte die Person und erklärte ihr laufend die nächsten Schritte der bevorstehenden Rettung. Gleichzeitig sicherten die übrigen Einsatzkräfte die Baumstämme mit den mitgebrachten Ratschengurten gegen ein weiteres Abrutschen und unkontrollierte Bewegungen.

Nachdem der quer liegende Baum entfernt worden war, konnten das RLFA-Tunnel und das HLF bis zum Unfallort vorrücken. Der Gruppenkommandant des HLF übergab daraufhin die Einsatzleitung an den Gruppenkommandanten des RLFA-Tunnels. Nach einer klaren Aufgabenverteilung an die gesamte Mannschaft wurde die technische Rettung vorbereitet.

Mithilfe eines Akkuspreizers gelang es den Einsatzkräften, den schweren Baumstamm kontrolliert anzuheben und die eingeklemmte Person schonend zu befreien. Anschließend wurde der Verunfallte auf einer Korbtrage gelagert und mit dem HLF zum festgelegten Sammelpunkt transportiert, wo Rettungsdienst und Notarzt bereits warteten.

Im Anschluss an das Übungsende fand eine gemeinsame Nachbesprechung mit dem Einsatzleiter, dem Gruppenkommandanten des HLF und Übungsleiter LM Harald Bauer statt. Dieser bedankte sich bei allen Beteiligten für die sehr professionelle, ruhige und disziplinierte Abwicklung der gesamten Übung.

Die Übung zeigte deutlich, wie wichtig eine rasche Lagebeurteilung, klare Kommunikation, eine strukturierte Aufgabenverteilung und ein sicheres Vorgehen bei Forstunfällen in schwierigem Gelände sind.

Eingesetzt waren:
RLFA-T Mixnitz
HLF – Mixnitz

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